BLEIB´ UNABHÄNGIG!

Die suchtpräventiven Angebote des KJR Passau wollen dazu beitragen Jugendlichen und jungen Erwachsenen Orientierung im Umgang mit legalen Suchtmitteln (Alkohol, Nikotin, Medikamente) zu geben. Unterschiedliche präventive Maßnahmen sollen dazu beitragen den Konsumbeginn von Alkohol & Co. hinauszuzögern bzw. den Missbrauch zu verringern/vermeiden.

  • Rauschbrillen
  • Saftladen
  • Shake-it-Bar
  • Faschingsbroschüre
  • 7 aus 14
  • Stoppschild

BLEIB´ UNSCHULDIG!

Im Bereich der Gewaltprävention geht es darum Jugendliche und jungen Erwachsene für die Wichtigkeit eines verantwortungsbewussten und respektvollen Umgangs miteinander zu sensibilisieren. Verschiedene Präventionsangebote sollen vermitteln wie Konflikte gewaltfrei gelöst und Gewalt per se vermieden werden kann.

  • Planspiel „Bloßgestellt im Netz“
  • Klasse Team 2.0
Die Angebote der Sucht- und Gewaltprävention des KJR Passau unterstützen Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, fördern ihr Selbstvertrauen und stärken ihre persönlichen Kompetenzen.

Jugendverbände- und vereine, Eltern, Lehrkräfte, etc. sollen durch die verschiedenen Angebote des KJR Passau in ihren sucht- und gewaltpräventiven Aufgaben unterstützt werden.

Kreisjugendring Passau - Sucht und Gewalt

Der Kreisjugendring Passau bietet eine Vielzahl von Präventionsangeboten an:

Bloßgestellt im Netz


blosgestelltimnetz

... Noch am selben Abend postet Coco die Fotos auf „facebook“. Auf einem Bild ist Luk ganz groß abgebildet – sie markiert ihn mit dem Namen „Missgeburt“. Innerhalb kurzer Zeit erscheinen 20 „Gefällt-mir-Daumen“ und einige Kommentare, die alle in eine ähnliche Richtung tendieren. Z.B. „ja, du Opfer“, „wusste ich schon immer“, „lol“, „J“, „bist ja selber schuld“ etc. Auch per „WhatsApp“ hat Coco das Bild an verschiedene Leute gesendet.

(Auszug aus „Bloßgestellt im Netz“, Aktion Jugendschutz, 2015).

„Bloßgestellt im Netz“ versetzt die Teilnehmenden in die Situation eines erdachten Cyber-Mobbing-Vorfalls. Durch das Erleben der Dynamik eines Mobbingfalles und die Reflexion des Geschehens lernen die Beteiligten verschiedene Perspektiven einzunehmen und erweitern dadurch ihre Handlungskompetenz.

Das Planspiel wurde von Aktion Jugendschutz e. V. herausgegeben. Es dient ausschließlich als Präventionsinstrument und ist nicht geeignet einen aktuellen Cyber-Mobbingfall zu bearbeiten.

Zielgruppe: SchülerInnen und Jugendgruppen ab der 7. Jahrgangsstufe

Gruppengröße: ab 12 TeilnehmerInnen

Zeitlicher Rahmen: ca. 4 Zeitstunden

Ort: 3 Räume

Sonstiges: 1 Lehrkraft / GruppenleiterIn als Unterstützung. Ein Vorgespräch mit der Lehrkraft muss stattfinden.

Alle Kosten trägt der KJR Passau.


Einfach !ch




Einfach !CH
Programm zur Prävention von Essstörungen bei Mädchen und Jungs

Einfach !CH ermöglicht es den Teilnehmer*Innen durch Übungen, Diskussionen und Informationen ihre Stärken, Schwächen, Gedanken und Gefühle besser kennen zu lernen. Ziel ist es die Jugendlichen dadurch in ihrer persönlichen Weiterentwicklung und bei der Ausbildung eines positiven Selbstkonzeptes sowie eines positiven Körpergefühls zu unterstützen.

Zielgruppe: Jugendgruppen und SchülerInnen ab 11 Jahren (6. und 7. Klasse)

Gruppengröße: 15 bis 30 TeilnehmerInnen

Zeitlicher Rahmen: 2 mal 3 Schulstunden (exkl. Pausen)

Ort: zwei große Gruppenräume

Sonstiges: Lehrkraft / GruppenleiterIn als Unterstützung. Ein Vorgespräch mit der Lehrkraft muss stattfinden.

Die Kosten tragen KJR Passau und Gesundheitsamt Passau.


Einfach Ich




SHAKE IT – Die alkoholfreie Cocktailbar

shakeitbanner

Cocktails der Shake it Bar sind DIE attraktive und leckere Alternative zu alkoholischen Getränken bei jeder Veranstaltung. Jugendliche, ausgebildete Barkeeper shaken erfrischende und exotische Cocktails ohne Promille.

Einsatzbereich: z.B. Schulfest, Stadt- und Gemeindefest, Vereinsfest, Faschingsball

Zeitlicher Rahmen: 4 Stunden

Inklusive: vom KJR ausgebildete Barmixer, professionelles Thekensystem, Transport, Auf- und Abbau, sämtliche Zutaten sowie alle benötigten Utensilien, 100 Cocktails

Sonstiges: Transport des Thekensystems sowie Bereitstellung von Kühlschrank und Spülmöglichkeit durch den Veranstalter

Kosten: auf Anfrage


Gute Idee! - Miteinander Begegnung gestalten


Der Kreisjugendring Passau hat 2016 das neue Projekt Gute Idee! zur Förderung interkultureller Begegnungsarbeit geschaffen.

Worum geht’s?

Austausch zwischen Einheimischen und Geflüchteten schaffen
Interkulturelle Begegnung erleben & Integration unterstützen
Kulturelle Vielfalt ermöglichen & Berührungsängste abbauen
Ehrenamtliches Engagement würdigen und fördern

Antragstellung:

Schriftliche Voranmeldung zwei Wochen vor der geplanten Aktion beim KJR Passau
Kurze Beschreibung der geplanten Aktion mit Datum, Ort, Ablauf
Geschätzte TeilnehmerInnenzahl
KEINE Kostenkalkulation im Vorfeld

Was kann gefördert werden?

- Ehrenamtliche Formate, die sich mit dem Thema „Integration und interkulturelle Begegnung“ befassen.
  Z. B.: Patenschaften (Einkaufen, Arzt-, Behördengang)
- Ortserkundung, Ausflug
- Kochen, Basteln, Malen, Werken, Hausaufgabenhilfe
- Singen, Tanzen, Musizieren
- Spieletreff, Vorlese-, Lesenachmittag
- Kleider-, Gegenständebasar
- u.v.m.

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Jede volljährige Person, die einer Jugendgruppe, Initiative oder Vereinigung im Landkreis Passau angehört und sich ehrenamtlich für geflüchtete Menschen engagiert.

Wie funktioniert die Abrechnung?

Innerhalb acht Wochen nach der Aktion muss beim KJR ein Kurzbericht darüber eingehen: Ergebnisprotokoll, Belege/Quittungen, Fotos, TeilnehmerInnenliste
Nur Defizitdeckung möglich
Keine Abrechnung von Honorarkosten

Förderhöchstsumme:

Pro Antrag max. 200,- €
Begrenzter Fördertopf!

Was ist besonders zu beachten?

Voraussetzung für die Förderfähigkeit ist, dass mehrere Jugendliche (einheimische und geflüchtete) an der Aktion beteiligt sind.
Im Fokus der Aktion müssen die Begegnung und das Miteinander mit geflüchteten Menschen stehen.

Rauschbrillen

Eine pädagogische Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol

Das Rauschbrillenprojekt vermittelt auf spielerische Art die Wirkung des Alkohols auf die Wahrnehmungsfähigkeit. Übungen ohne und mit der Brille werden gemeinsam ausgewertet und können so in Situationen aus dem Alltag übertragen werden.

Zielgruppe: Jugendgruppen und SchülerInnen ab der 6. Jahrgangsstufe
Gruppengröße: 15 bis 30 TeilnehmerInnen
Zeitlicher Rahmen: ca. 90 Minuten
Ort: genügend Platz z.B. Turnhalle, Aula, Schulhof
Sonstiges: Lehrkraft / GruppenleiterIn als Unterstützung. Ein Vorgespräch mit der Lehrkraft muss stattfinden.

Die Kosten trägt der Kreisjugendring Passau.

rauschbrillen

Projekt 7 aus 14

7 aus 14 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kreisjugendrings Passau zusammen mit dem Landkreis Passau und dem Suchtarbeitskreis Passau. Das Projekt hilft Veranstaltern bei ihren Veranstaltungen hinsichtlich des Jugendschutzes auf der sicheren Seite zu sein.

Der Veranstalter wählt aus 14 Auflagen fünf aus, zu deren Einhaltung er sich verpflichtet. Zwei Auflagen gelten obligatorisch.

„Mystery-Guests“ besuchen inkognito die Veranstaltung.

7 aus 14 unterstützt Veranstalter in vielfältiger Weise und bringt unterschiedliche Vorteile mit sich:
  • allgemeine Informationen zur Planung/Vorbereitung einer Veranstaltung
  • hilfreiche Tipps für die Durchführung der Veranstaltung
  • gelungene Auswertung der Veranstaltung
  • weniger Ausschreitungen bei Festen
  • weniger Alkoholvergiftungen
  • niedrigere Unfallrate
  • weniger Vandalismus
  • positives Image
  • Umsetzung des Jugendschutzgesetzes, angepasst an die lokalen Besonderheiten
  • Gesundheit der erwachsenen und jugendlichen Bevölkerung


7 aus 14 trägt zum guten Gelingen Ihres Festes bei. Das jugendschutzfreundlichste Fest wird prämiert.

Saftladen

Der Saftladen vom KJR - ein besonderes Highlight bei jedem Fest!
Den super leckeren und frisch gepressten Powersäften kann sicher niemand widerstehen. Außerdem hilft der Saftladen dabei die Vereins- oder Klassenkasse aufzubessern!

Inklusive: Professionelles Thekensystem, 2 Multijuicer, 2 Pürierstäbe, 1 Messbecher, 2 Obstschäler, 2 Schöpflöffel, 6 Glaskaraffen à 1 L, 4 Kanister à 20L, Rezeptvorschläge

Einsatzbereiche: z.B. Vereinsfest, Schulfest, Faschingsball, Stadt- und Gemeindefest

Kosten: 20,00 € Ausleihgebühr

saftbar

Bedröhnodrom


Ein Modellprojekt im Bereich der Sucht-Prävention

Die Idee

Die Idee des „Bedröhnodroms“ kommt aus Nürnberg und wurde dort bereits 1994 erfolgreich durchgeführt. Im Februar 1997 hat das Jugendzentrum Poschinger Villa in Landshut erstmals in seinen Räumen das Projekt "Bedröhnodrom" ver­anstaltet. Diese Idee übernahm im Jahr 2000 der Kreisjugendring Passau und bot sie Schulen und Jugengruppen als Erlebnisprojekt an. Aufgrund der positiven Resonanz und der großen Nachfrage veranstaltete der Kreisjugendring Passau das Projekt „Bedröhnodrom“ im Februar 2009 zum mittlerweile dritten Mal.

Als Veranstaltungsort dient dem Kreisjugendring die alte Landwirtschaftsschule in Untergriesbach. Diese Räume werden mit verschiedenen Musikrichtungen beschallt und mit entsprechenden Dekorationen ausgestaltet. Hiermit soll den jungen Besu­chern die Möglichkeit geboten werden, sich auf verschiedene Musiksituationen einzulassen und die Wirkung an sich selbst dabei zu beobachten.

Der Hintergrund
  • Musik hatte schon immer eine besondere Rolle in unserer Gesellschaft.
  • Musik ist ein Ausdruck des Lebensgefühls, besonders bei Jugendlichen.
  • Musik kann Spannungen lösen oder erzeugen.
  • Musik kann Lebensfreude und Lebendigkeit steigern.
  • Musik kann Kommunikation und Solidarität fördern, aber auch isolieren und ausgrenzen.
  • Musik kann Körpergefühl, Sinnlichkeit, körperliche und erotische Ausstrahlung und Attraktivität unterstützen.
  • Musik kann mit ihrem Ambiente einen attraktiven Rahmen zur Erprobung der Selbst- und Fremdwahrnehmung bieten.
  • Musik steht häufig in Zusammenhang mit Drogenkonsum.

Die Ziele


Generell setzt sich das „Bedröhnodrom“ mit der Frage auseinander, welche Zusammenhänge zwischen Musik hören und Suchtmittelkonsum bestehen, aber auch, inwieweit Musik die Gewaltbereitschaft fördert.

Die Konfrontation mit dem „Bedröhnodrom“ soll bei den Jugendlichen außerdem ...
  • die Auseinandersetzung mit den unterschied­lichen Musikstilen und deren Ambiente fördern, sowie die Toleranz zwischen den Subkulturen und Generationen.
  • Möglichkeit der Orientierung bei der Identitäts­findung bieten und damit zur Festigung des Selbstwertgefühls beitragen. Dies wiederum kann eine Vorbeugung gegenüber scheinbaren Lösungsversuchen (z. B. Sucht, Gewalt) bei der Bewältigung von Problemen darstellen.
  • Gelegenheit bieten, den eigenen Lebensstil, Konsumgewohnheiten, Wünsche und Träume in Zusammenhang mit Musik zu reflektieren.
  • dazu anregen, mit Musik Gefühle auszuleben, ohne in Destruktivität abzugleiten.
  • Jugendlichen vermitteln, dass sich Musik und Suchtmittel längerfristig nicht miteinander vereinbaren lassen. Abhängigkeiten beeinträchtigen den Genuss von Musik; dies gilt sowohl für das Hören, als auch in ver­stärktem Maße für das aktive Musik-Produzieren.
  • positive Unterstützung der Selbstreflexion und Hilfestellung bei der Identitätsfindung, um Fehlentwicklungen bzw. Fehlverhalten zu verringern und damit die Lebenskompetenz zu fördern.
Musik und Sucht
  • Musik kann sowohl konstruktiv (macht Freude, bringt Entspannung, erweitert Fähigkeiten....) als auch destruktiv (Zudröhnen, um Probleme oder Gefühle nicht spüren zu müssen) erlebt werden.
  • Musik kann als „Mittel zum Zweck" verwendet werden.
  • Musik manipuliert.
  • Musik wird konsumiert.
Fragen zum Nachdenken

 Entsteht Sucht ...
  • durch ein mangelndes Erlebnis- bzw. Erfahrungsfeld?
  • durch mangelnde Aufmerksamkeit und Liebe?
  • weil wenig Modelle für einen konstruktiven Umgang mit Problemen vorhanden sind?
  • weil unsere Gesellschaft Leiden und Schmerzen nicht wahrhaben will und verdrängt?
  • weil wir in einer Leistungsgesellschaft leben, in der Gefühle keinen Platz haben?
  • weil wir immer gut drauf sein müssen?

Das Projekt „Bedröhnodrom“ kann seine Ziele nur erreichen, wenn in den Schulklassen/Jugendgruppen eine konse­quente Vor- und Nacharbeit geleistet wird!

Das umfangreiche, von uns überarbeitete pädagogische Material, wird bei der Vorbesprechung ausgehändigt.


Die Projekttage

Zielgruppe des „Bedröhnodroms“ sind Schulklassen und Jugendgruppen mit Teilnehmern ab 12 Jahren.

Der Ablauf
  • Zunächst erfolgt eine Einführung in der Großgruppe. Dabei werden Regeln und Ziele des „Bedröhnodroms“ erläutert (ca. 10 Minuten).
  • Anschließend werden die Klassen/Jugendgruppen in Kleingruppen unterteilt. Diese durchlaufen nun die verschiedenen Klangräume, in denen sie sich jeweils 8 Min. aufhalten. (Dauer etwa 50 Minuten)
  • Das von uns geleitete Abschlussgespräch ist ein wesentlicher Bestandteil des „Bedröhnodroms“, in dem den Besuchern die Möglichkeit gebo­ten wird, über Stimmungen, Erfahrungen und Be­obachtungen nachzudenken und zu berichten (ca. 30 Min).
Die Verweildauer im „Bedröhnodrom“ wird pro Gruppe etwa 90 Minuten betragen.
Für die Betreuer und Lehrkräfte stehen während dieser Zeit Fachkräfte für Fragen zur Verfügung.

Die 4 Projektschritte
  • Informationsveranstaltung für Lehrkräfte durch geschultes Personal.
  • Vorbereitung in der Schulklasse/Jugendgruppe durch die Lehrkräfte anhand des pädagogischen Materials.
  • Besuch des „Bedröhnodroms“ mit Einweisung und Auswertungsgespräch.
  • Nachbereitung in der Schulklasse/Jugendgruppe durch die Lehrkräfte.
Veranstalter: Kreisjugendring Passau

Unterstützt von
  • Gesundheitsamt Passau
  • Suchtarbeitskreis Passau

STOP

Schluss mit der Diskussion!

Das KJR-Stopschild
  • hilft lästige Diskussionen rund um den Jugendschutz ganz einfach zu vermeiden.
  • informiert über alle wichtigen Punkte des Jugendschutzes.
  • ist speziell für Thekenkräfte, Tankstellenpersonal oder auch VerkäuferInnen angefertigt.
Das KJR-Stopschild ist kostenlos beim KJR Passau erhältlich.

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Internationale Wochen gegen Rassismus



Internationale Wochen gegen Rassismus

Was ist der Hintergrund der Internationalen Wochen gegen Rassismus?

Sharpeville, Südafrika: Am Vormittag des 21. März 1960 finden sich an verschiedenen Orten der kleinen Stadt 50 km südlich von Johannesburg zwischen 5.000 und 7.000 Menschen zusammen. Sie folgen einem Aufruf des Pan African Congress (PAC), der eine fünftägige gewaltfreie und friedliche Protestaktion angekündigt hatte.

Die Menschen demonstrierten gegen die Passgesetze des Apartheid-Regimes. Diese regelten das »Aufenthaltsrecht« der schwarzen Südafrikaner*innen. Die Anzahl der Schwarzen außerhalb der »homelands« sollte so auf ein Minimum beschränkt werden, ihre Arbeitskraft sollte aber weiter zur Verfügung stehen.

Die Demonstrierenden setzen sich in Richtung Polizeistation im Sharpeviller Zentrum in Bewegung. Die Polizei hält die friedlich demonstrierende Menge mit niedrig fliegenden Flugzeugen und Tränengas in Schach. Um kurz nach 13 Uhr eskaliert dann schließlich die Situation: Angeblich als Reaktion auf Steinewerfer schießt die Polizei in die Menge. Die Menschen fliehen in Panik, die Polizei schießt weiter.

69 Menschen werden getötet, darunter acht Frauen und zehn Kinder. Viele – die Angaben variieren von 180 bis zu über 300 Personen – werden verletzt, teilweise schwer.
Als Gedenktag an das Massaker von Sharpeville wurde 1966 der 21. März von den Vereinten Nationen zum »Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung« ausgerufen. Seit 1979 laden die Vereinten Nationen ihre Mitgliedstaaten ein, eine alljährliche Aktionswoche der Solidarität mit den Gegner*innen und Opfern von Rassismus zu organisieren. Aufgrund der Vielzahl der Veranstaltungen und steigenden Beteiligung wurde 2008 der Aktionszeitraum auf zwei Wochen ausgeweitet.

In Deutschland laufen die operativen Arbeiten des Projektes Internationale Wochen gegen Rassismus seit 2016 über die gemeinnützige Stiftung gegen Rassismus.
2019 bündelte erstmals der Kreisjugendring Passau diverse Veranstaltungen in einer Aktionswoche im Landkreis Passau im Rahmen der UN-Wochen gegen Rassismus.

Warum aktiv werden?

Aktuelle Untersuchungen wie die Leipziger Autoritarismus-Studie von 2018 zeigen, dass sich rassistische Ablehnung und Abwertung von Geflüchteten, Migrant*innen sowie vermeintlich „Anderen“ und „Fremden“ tief in der Mitte der Gesellschaft und in allen Milieus verfestigt hat. Für die von Diskriminierung und Rassismus betroffenen Menschen bedeutet dies die alltägliche Verletzung ihrer Menschenwürde – oder im schlimmsten Fall ihrer körperlichen Unversehrtheit.

Rassismus und Nationalismus haben aber keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind eine hervorragende Gelegenheit dies im Landkreis Passau deutlich zu machen. Denn die Vielfalt unserer Gesellschaft wird von den meisten Menschen positiv eingeschätzt und das soll öffentlich deutlich und sichtbar werden. Es engagieren sich bereits viele Personen in Vereinen/Verbänden, Einrichtungen und Initiativen im Landkreis, um Gemeinschaft, Miteinander und Begegnung zu ermöglichen und zu fördern mit dem Ziel das „Wir“ und „Die“ zu überwinden.

Die Aktionswochen sind eine Chance, im Landkreis Passau ein Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zu setzen. Sie bieten gleichzeitig die Gelegenheit für Vielfalt, Toleranz und Respekt konkret aktiv zu werden.

Wie ein Zeichen setzen?

Der KJR Passau möchte im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus eine offizielle und öffentliche Plattform für engagierte und interessierte Personen und Institutionen mit ihren eigenen Veranstaltungen/Aktionen schaffen.

Die eigenen Veranstaltungsangebote können von Vorträgen, Diskussionen, Workshops über Film- und Theatervorführungen, Konzerte, Ausstellungen, Plakat- und Fotoaktionen bis hin zu Festen, Feiern und Partys variieren, die einen niedrigschwelligen (ungezwungen) Charakter haben und eine hohe Beteiligung ermöglichen.

Wen und wie unterstützt der KJR?

Interessierte Personen und Institutionen, die für Vielfalt, Toleranz und Respekt ein Zeichen setzen wollen sind eingeladen sich mit einer eigenen Veranstaltung an den UN-Wochen im Landkreis Passau in der Gemeinde, der Stadt, der Schule, dem Verein, ... zu beteiligen.

Die Organisation der eigenen Veranstaltung übernehmen die Akteur*innen selbst (Konzeption, Durchführung, Festlegen des Veranstaltungsortes und -zeitpunktes).

Alle Angebote werden vom KJR in einem gemeinsamen Aktionenprogramm gesammelt und beworben (Veranstaltungskalender der Int. Wochen gegen Rassismus, KJR-Homepage, Plakat, regionale Presse).

Bei Fragen rund um die eigene Veranstaltung ist der KJR Anlauf- und Beratungsstelle z.B. beim Finden von Aktionsideen, Vermittlung von Referent*innen, Verleih von Materialien, etc.

Eine finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Initiativen ist ebenfalls durch den KJR im Rahmen des interkulturellen Förderprojektes „Gute Idee! - Gemeinsam Begegnung gestalten“ möglich.

Bis Wann und bei wem informieren?

Bis jeweils Mitte Januar werden Ihre Aktionen beim KJR gesammelt. Bis dahin sind alle Engagierten und Interessierten aufgerufen und eingeladen sich mit einer Veranstaltung beim KJR zu melden. Danach werden die Aktionen gezielt beworben.

Nicole Roth ist Ihre Ansprechpartnerin beim KJR. Sie kann Ihnen Informationen rund um die UN-Wochen geben und Sie zu Möglichkeiten für Ihre eigene Veranstaltung beraten.
Rufen Sie gerne an, damit die Veranstaltungen im Landkreis Passau zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus bunt und vielfältig werden!

Ansprechpartner

Nicole Roth


Pädagogische Mitarbeiterin

Tel. 08502/91778-15
Mobil 0171/8622422
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



Unser aktuelles Programm

Gleich nach Erscheinen wird unser Programmheft an allen Schulen im Landkreis an alle Schülerinnen und Schüler verteilt. Weitere Exemplare liegen in den Rathäusern unserer kreisangehörigen Gemeinden zur Abholung bereit. Selbstverständlich können Sie unser Programmheft auch im Downloadcenter herunterladen.

Unser Jahresprogramm (mit Anmeldung)

Damit die Teilnahme einzelner Kinder aus dem Landkreis Passau nicht an den Kosten scheitert, besteht auch die Möglichkeit einer Bezuschussung. Voraussetzung ist, dass bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden und ein Antrag von den Eltern beim Kreisjugendring gestellt wird. (siehe Sozialfonds)

Kreisjugendring Passau | Passauer Str. 31 | 94081 Fürstenzell

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