Geschäftsführer Klaus Rühl verabschiedet sich in den Ruhestand

Nach 41 Jahren an der Spitze des Kreisjugendrings Passau hat sich Klaus Rühl (Kommunaler Jugendpfleger und Geschäftsführer) nun in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Anfangs gab es nur ihn – mittlerweile beschäftigt der Kreisjugendring 15 Mitarbeiter*innen und kann dadurch ein breites Angebot für die Jugend im Landkreis Passau anbieten. Die Vielfalt der Bereiche entwickelte sich nach und nach und verlangten viel Herzblut und Engagement. So setzte sich Klaus Rühl von Beginn an verstärkt gegen Rechtsextremismus und für Suchtprävention ein. Zu letzterem wurde vor vielen Jahren eine eigene Stelle geschaffen. Hinzu kamen nach und nach immer mehr Bereiche, die der Kreisjugendring nun abdeckt. Darunter auch der Bereich der Umweltbildung. Seit 20 Jahren tourt das Ökomobil durch den Landkreis. Ein VW-Bus, der alles enthält, was notwendig ist, um unsere Umwelt zu erkunden und kennenzulernen. Die Ökomobileinsätze sind ein umweltpädagogisches Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit und ermöglichen vielseitige Naturerlebnisse. Unter diesem Umweltaspekt entstand auch das Jugendzeltdorf am Rannasee als ökologisches Musterdorf im Landkreis unter dem Rühlschen Einsatz und wurde schrittweise erweitert. Mit zahlreichen Buchungen von Jugendgruppen, Schulklassen und Jugendverbänden für Zeltlager und ähnliche Übernachtungsaktionen trägt das „Dorf“ zu einer vielfältigen Jugendarbeit im Landkreis bei. Auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden des Landkreises wurde nach und nach ausgebaut: Die Bürgermeister-Landkreistour und die dabei enstehenden Bedarfserhebungen unterstützen die Gemeinden seit vielen Jahren bei der Bewältigung ihrer kommunalen Pflichtaufgabe Jugendarbeit. Daraus entwickelte sich beispielsweise auch das Modell PäPiG (Pädagogisches Personal in den Gemeinden), ein Kooperationsprojekt zwischen Kreisjugendring, Landkreis und Kommunen, bei dem Gemeindejugendpfleger*innen speziell die offene Jugendarbeit vor Ort unterstützen. Zuletzt sah Klaus Rühl die sich häufenden demokratiefeindlichen Strömungen als eine der großen Herausforderungen dieser Zeit. So entstand 2020 gemeinsam mit dem Landkreis eine weitere Jugendpflegestelle, die sich inhaltlich u.a. auch für mehr politische Bildung und Partizipation einsetzt. Jugendarbeit ist wichtig und sieht sich seit jeher einer Vielzahl an Herausforderungen gegenüber stehen. Umso wichtiger ist es, die Arbeit des Kreisjugendrings weiterzuführen und weiter auszubauen. Seit dem 01.02.21 übernimmt Roland Meier die Geschäftsführung des Kreisjugendrings Passau und führt fort, was in den letzten Jahrzehnten entstehen durfte. Danke und „Pfiad di“ Klaus vom gesamten Kreisjugendring!

Klaus Rühl

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